Norwegen-Impressionen 1Norwegen-Impressionen 2Norwegen-Impressionen 3Norwegen-Impressionen 4Norwegen-Impressionen 5

Die Reise und die Reisenden

Welche Vorräte nimmt man mit

Norwegen gehört nicht zur EU und damit sollte man sich sachkundig machen, womit man beim Zoll Ärger kriegen kann. Wir suchten einfach unter „Norwegen“ und verließen uns auf die Webseite der Königlich Norwegischen Botschaft. Die Seite „Norwegen – Die offizielle Seite in Deutschland“ hat ihr Gesicht seit unserer Fahrt wesentlich geändert, sie wird halt gepflegt, auch deshalb hier keine Einzelaussagen. Nach dem, was wir dort fanden, hielten wir uns und fuhren mit gutem Gewissen und das heißt, wir hatten eine Grundausstattung von dauerhaltbarem und alkoholische Getränke zulässig „pro Nase“, was wir nach Diskonter- Preisen zu einer zulässigen Summe zusammengerechnet hatten. Das war die Basis, die wir unterwegs mit Einkäufen von „Frischem“ ergänzten und damit kam unsere Reisekasse zurecht. Kartoffeln „von Außen“ wollen die Norweger nicht und wer dort Kartoffeln kauft, will unsere sowieso nicht.

Andere Webseiten machen teilweise widersprechende Angaben.

Sprachprobleme

(fast) jede Bäckersfrau spricht Englisch, norwegisch braucht man nicht. Wir hatten mit UNSEREM Englisch Probleme.

Maut und Fährtickets

Maut kostet „im Schnitt“ etwas mehr als 1,50€ und das übersteht man, wenn nicht acht Mautstrecken an einem Tag fällig sind. Das Problem sind nicht die Preise, sondern die Notwendigkeit, jederzeit an der Mautstelle die richtigen Münzen zu haben. Ärger machte uns ein Irrtum. Wir waren in die Mautspur für Fahrzeuge mit Signatur für automatische Abbuchung gefahren und konnten nicht zurück, weil sich der Stau sofort bildete. Unbemerkt wurden wir geblitzt als wir ohne zu zahlen vorwärts ausfuhren. Wir hielten rechts und bezahlten in einer anderen Spur. 80€ wollte das londoner Inkasso-Unternehmen. Wir widersprachen und machten glaubhaft, noch bezahlt zu haben. Darüber verging ein Jahr. Heute gibt es Möglichkeiten bargeldlos zu zahlen, ohne Halt. Wie das geht, findet man bei AutoPASS

Fähren kosteten nach unserer Erfahrung je nach Länge der Überfahrt ungefähr 12€. Dafür kamen wir mit Fahrzeug über den Bach. Ob wir da als PKW oder Wohnmobil „gerechnet“ wurden, blieb unklar. Mit 2,5t zulässiger Gesamtmasse war unser T3 nach deutscher StVZO ein PKW, aber ob das die Fährleute wussten? Die Fähre von Hirtshals nach Kristiansand hatten wir beim Reisebüro gebucht, mit 250€ für zwei Personen, Hund(!), Fahrzeug mit 2,4m Höhe für 6 Stunden Passage.

Der Hund

Für den Hund muss man die Sache ein Jahr vor der Fahrt beim Tierarzt anfassen (siehe die "Königlich Norwegische Webseite"), gefragt hat danach niemand, aber im Fall der Fälle könnte man seinen Hund los sein!

Zu schnell gefahren

Unser Bus war da nicht sehr gefährdet. Erzählt wurde uns, dass für 8km/h 350€ kassiert wurden, nach Tagessätzen. Kontrollstellen waren häufig angekündigt, ob es andere gibt?

Zum T3

Man wird mir vorhalten, dass „meine“ Reise „zum Normaltarif“ ein geeignetes Fahrzeug voraussetzt. Zugegeben, das hatten wir. Zwei Jahre vor der Fahrt hatte ich mich hinreißen lassen und es war vorher und ist bis heute im Alltag mein Auto. Wie man im Text finden wird, erwies sich der gute, alte Bus als optimal für Reise und Buch. Kleiner als alles, was uns an soliden Wohnmobilen begegnete, war er groß genug, um Tisch, Küche und Koje im geheizten Raum zu haben. Als Vorrentner fanden wir das angemessen, es muss aber gesagt sein, dass die Fahrt mit mehr jugendlichem Elan auch mit einem Kombi realistisch ist. Entweder schläft man dann im Zelt oder man räumt und schläft auf der Fläche mit den heruntergeklappten Sitzen. Auch das geht noch vernünftig. Norwegen wird auch mit dem Rad aufgeklärt!

Wo bleibt man über Nacht, Campingplätze

Man bleibt überall, wo Räder rollen dürfen – also nicht in der unberührten Natur - und ist akzeptiert, wo man den Ansässigen oder anderen „Reisigen“ nicht auf den Nerven steht, Ausnahmen sicherlich vorbehalten, da kann man fragen. Wir machten von dieser Praxis keinen Gebrauch, weil Campingplätze von meist bestechendem Niveau überall ausgeschildert sind. Auch da sind 12€ meist das Maß der Dinge, je nach Geschäftsidee kommen Marken zum Duschen und Stromanschluss dazu oder sind inbegriffen. Den täglichen Campingplatz braucht man nur zum täglichen Duschen. Wer gelernt hat, sich zu waschen, bleibt gut auch außerhalb.

Sonstiges

In Dänemark auf dem Campingplatz in Køge drei Tage Erholung vom Urlaub zu machen, erwies sich als DIE Idee. Das abschließende Faulsein sozusagen weit im Süden, wo das Wasser der Ostsee warm ist, tat gut.

Buch als CD

Drucken ist teuer. Für den Preis einer CD kann man nicht drucken. Also gibt es den Reisebericht als Buch auf CD, zum Lesen auf dem Rechner und zum Selbstdrucken.